Reisetagebuch - Powerfreak





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Reisetagebuch

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Minden jó, ha a vége jó.

Unser Reisetagebuch nach Budapest
Warum sind wir eigentlich immer so nervös, wenn wir auf Reisen gehen? Haben wir alle Unterlagen beisammen? Haben wir das Haus sicher verlassen und alle Geräte deaktiviert? Alarmanlage an? So viele Gedanken schwirren einem im Kopf herum, wenn es auf große Reise geht. Es überwiegt aber die Vorfreude auf einen erholsamen und spannenden Urlaub. Es wird das erste Mal sein, dass wir unsere Reise dokumentieren. Also haben wir uns entschlossen, ein Reisetagebuch mitzuführen, damit wir am Abend unsere Gedanken des Tages niederschreiben können. Diesen Plan mussten wir jedoch 2 Tage vor Antritt der Reise etwas umplanen, da Trautchen sich durch einen Unfall einen Sehnenriss im Mittelfinger der rechten Hand zugezogen hat. Wir sind ja flexibel und so übernahm unser Diktiergerät die Aufgabe des Tagebuches. Wenn wir nicht schreiben, sprechen wir eben unsere Erlebnisse und Erfahrungen der Reise auf die Speicherkarte.

Wir beginnen die erste Etappe unserer Reise und werden den Zug von Gera nach Erfurt nehmen. Da Trautchen immer gut vorplant sind wir rechtzeitig losgefahren, wie immer wenn wir auf Reisen gehen, damit wir ja keinen Anschlusszug verpassen. So sind wir pünktlich in den Zug nach München umgestiegen und nun beginnt das Abenteuer für uns drei ( Kahli, unser Team-Maskottchen kommt natürlich auch mit). Es ist bei uns schon irgendwie eine Tradition, so bald sich der Zug in Bewegung setzt holen wir unsere Reiseverpflegung heraus. Ruck Zuck ist die Hälfte der Lunchbox mit belegtem Brot, Eiern und Würstchen aufgegessen. Was gibt  es schöneres am Beginn einer Zugfahrt den ersten Hunger zu stillen, wärend die Landschaft an einem vorbeisaust. So haben wir uns im Leben viele kleine Traditionen erhalten, meist reicht ein Blick und wir Wissen was gemeint ist.

München

Hatten wir uns nicht letztens erst vorgenommen, nach München reisen wir nie wieder? Es ist uns einfach alles zu laut und zu teuer. Nun sind wir wieder hier auf Zwischenstation. Unser Hotel ist gleich in der Nähe vom Bahnhof, so konnten wir uns am Nachmittag dann doch noch beim Public Viewing das WM-Spiel Spanien gegen Russland ansehen. So richtig konnte ich mich nicht auf das Spiel konzentrieren, weil mir ein Bild nicht mehr aus dem Kopf ging. Gleich neben unserem Biergarten holte uns die Realität ein. Wir sahen einen Bettler ohne Beine der auf dem Gehweg auf einer Art Board sich fortbewegte und die Menschen anbettelte. Eine ganz lange Zeit konnte ich nur daran denken und wie ihr seht, es ist bis heute nicht vergessen. Wer seine Probleme im eigenen Land nicht im Griff hat, sollte sich eben nicht die ganze Welt einladen.

       

Nach dem Spiel und dem Bierchen ging es wieder zurück zum Hotel. Russland hatte übrigens in diesem Achtelfinale gewonnen.
Spanien - Russland 1:1 (3:4 i.E.) Wir müssen früh sehr zeitig raus, denn um 7:18 Uhr fährt unser Zug. Also Gute Nacht in München.

Budapest

Nach über 7 Stunden Fahrt und 30 Minuten Verspätung sind wir gegen 14:45 Uhr lang ersehnt in Budapest Keleti pályaudvar angekommen. Dieser Bahnhof ist der wichtigste der drei großen internationalen Bahnhöfe der ungarischen Hauptstadt Budapest. Wir fühlten uns für einen Moment so als wären wir in der Zeit zurück gereist so nostalgisch hat uns der Bahnhof begrüßt. Der Bahnhof und die direkte Umgebung war irgendwie eine Enttäuschung. Hier schlägt die Erwartungshaltung erbarmungslos zu. Auf Grund perfekter Recherche im Vorfeld wussten wir gleich wo die Geldautomaten zu finden sind. In einem Fremdwährungsland lohnt es sich, so schnell wie möglich mit der lokalen Währung zu versorgen. Hier lauert schon die erste Falle. Um an die begehrte Landeswährung zu kommen, wählen wir die Auszahlung mit der Umrechnung durch die Hausbank. Dies erspart uns schon mal erweiterte Gebühren. Hier lohnt es sich im Vorfeld zu recherchieren (Tipp!). Bei der Menüführung kann Deutsch ausgewählt werden. Das ist auch gut so, da meine ungarischen Kenntnisse mit meiner Brieffreundin Martina schon längst in Vergessenheit geraten sind.

Nach einer kleinen Munzee-Jagd haben wir uns entschlossen unser Hotel zu suchen. Gut das wir Google Maps haben, damit haben wir den richtigen Bus und die richtige Richtung gefunden. Mit dem Bus der Linie 5 sind wir dann über die Donau gefahren und haben nach genau 7 Stationen sehr schnell unser Hotel auf der Buda Seite gefunden.
Willkommen in Budapast. Üdvözöljük Budapesten.

Nach dem Einchecken im Hotel mussten wir uns erst ein wenig ausruhen. Wie sagt man so schön, wir waren breit. Unser Zimmer war sehr ruhig gelegen und hatte eine Klimaanlage und eine Minibar. Ab aufs Bett und ausruhen. Da wir mitten in einem virtuellen Munzee Feld uns befanden, konnten wir gleich vom Bett aus capturen, es gab doppelte Punkte, was uns natürlich angespornt hatte.  
Wir haben sehr gut geschlafen und beginnen den Tag mit einem Frühstück. Die Auswahl des Frühstück ist bescheiden, aber wir werden satt. Von unserem Hotel sind es nur ein paar Meter zum Donauufer auf der Buda- Seite. Am Ankunftstag sind wir am Ufer schon entlangspaziert und haben schon mal ein Gefühl für die wunderschöne Stadt bekommen. Wir freuen uns drauf die Brücken und historischen Bauwerke zu erkunden.



Es ist einfach eine beeindruckende Kulisse.
Die Kettenbrücke wurde im Zeitraum von 1839 bis 1849 erbaut und überspannt die Donau. Ein Eldorado für Munzeejäger.

Wir verbinden die Munzeejagt und machen uns selber ein Bild von Budapest und erkunden die Stadt mit Ihren Sehenswürdigkeiten. Deshalb beginnen wir gleich beim Hotel auf der Buda-Seite und laufen in Richtung Elisabethbrücke auf die Pest-Seite zu. Eigentlich wollten wir mit der Strassenbahn fahren, aber wir waren zu sehr im Munzeefieber und haben garnicht bemerkt wie schnell wir auf der anderen Seite waren. Von der Elisabethbrücke aus können  wir mehrere Brücken sehen. Von der Pest Seite aus haben wir einen wunderschönen Blick auf die Zitadelle, den Gellértberg und auf das imposante Burgenviertel. Uns fällt auf, dass es sehr viele Sitzgelegenheiten und Bänke gibt. Dies ist für uns besonders wichtig, zum Verschnaufen, zum wirken lassen und auch für die Munzeejagt, da es doch etwas dauert um alle Munzee zu holen.
Es war ein lange geplantes Ziel welches wir uns heute für den Nachmittag vorgenommen haben. Der Heldenplatz (Hősök tere) von Budapest.

Wir waren gerade in der Nähe der Vörösmarty ter somit nutzen wir die Metro 1 und fahren 8 Stationen bis zum Hősök tere. In Budapest sind die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel sehr günstig, deshalb haben wir uns für den 24 Stunden Fahrschein zu je 1650 Ft. entscheiden.


Was erstaunlich ist, dass der Fahrschein wirklich für 24 Stunden gilt. Wenn man einen Fahrschein 9 Uhr löst, kann man bis zum nächsten Tag 8:59 Uhr mit diesem Fahrschein fahren.  Toll finden wir auch, dass ältere Menschen ab 65 Jahren kostenfrei mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können. An den Metro Stationen wird gleich beim betreten der Metro der Fahrschein kontrolliert und ebenso häufig in der Metro und auch in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln.




Der Heldenplatz ist der bekannteste Platz in Budapest und befindet sich im Stadtteil Pest. Darauf befinden sich sehr große Denkmäler bedeutender Persönlichkeiten Ungarns. In der Nähe des Heldenplatz befindet sich der Varosliget Park. Der ab 1817 vom Lübecker Landschaftsgärtner Christian Heinrich Nebbien angelegte weitläufige Park ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und läd zum Verweilen ein. Dort gibt es Cafés, Spielplätze, Sonnenwiesen und auch einen kleinen See zum Boot fahren. Hier haben wir uns eine Verschnaufpause und einem leckeren Cappuccino gegönnt.

 
Auf der Rückfahrt vom Heldenplatz sind wir am Oktogon tér ausgestiegen. Ich hörte nur noch: Wir müssen raus....wir müssen raus. Es war einer dieser Plätze wo es nur so von Munzees wimmelte und es ist ein absolutes Elebnis diese Metro Station anzusehen. Es gibt sie noch die nostalgische Metro hier in Budapest, also haben wir hier einen Zwischenstopp eingelegt. Der Oktogon tér Platz ist der pulsierende Mittelpunkt der Stadt, mit allerlei Geschäften, sowie befindet sich in unmittelbarer Umgebung die neue Gaststättenmeile Liszt Ferenc tér.

Am späten Nachmittag wollten wir ein weiteres WM Fußballspiel in einer Gaststätte im Stadtteil Pest anschauen. Wir sind in der I Quattro Artisti gelandet, dort konnten wir das Spiel verfolgen und haben gleich eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Die Preise in den Gaststätten auf der Pest Seite sind schon sehr intensiv gestaltet und wir haben das Gefühl, es ist eine reine Abzocke der Touristen. In dieser Gaststätte mangelte es sogar an einer höflichen Bedienung, unser Eindruck war, es muss sich niemand mehr bemühen, der Gast bezahlt ja sowieso eine Servicegebühr von bis zu 15% sie wird automatisch auf die Rechnung mit aufgeschlagen. Wir haben das Geschehen eine Weile beobachtet und fast jeder Gast aus den verschiedensten Ländern hat sich auffällig lang mit der Rechnung beschäftigt. Es ist für uns ein NO-GO Erlebnis und dementsprechend nicht zu empfehlen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass es eine Dienstleistungsrichtlinie der EU gibt, dabei ist im Besonderen der §5 richtungsweisend. Hier haben wir uns leider zu spät informiert. Nun gut, Lehrgeld muss jeder bezahlen und Unwissenheit schützt eben nicht. Wir haben nur leider diese Information in keinem Reiseführer gefunden. So hätte wir uns darauf einstellen können und nicht noch zusätzlich Trinkgeld gegeben. Wir sind einfach zu gute Menschen. Andere Länder anderes Sitten. Wir können aber auch positive Empehlungen geben, denn es gibt sie, die netten Gaststätten die sich um jeden Gast bemühen. Doch dazu später mehr. So endete ein aufregender und spannender Tag mit tollen Erlebnissen und Erinnerungen an die wir gerne zurückdenken werden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, was für ein bahnbrechendes Erlebnis auf uns zukommt.

Für uns wohl der schönste Park der Stadt erstreckt sich zwischen Margareten- und Árpádbrücke, die Margareteninsel. Diese Insel haben wir gleich mehrfach aufgesucht. Von der Buda - Seite sind wir in Richtung Margretenbrücke gelaufen, einmal mit dem Bus Line 26 und auch per Schiff auf der Donau. Die Insel ist rund 2.5 Kilometer lang und 500 Meter breit bietet die perfekte Erholung mitten in der Stadt. Den Namen der Insel verdankt sie der Tochter von Köng Béla IV. Er liess auf der Insel ein Kloster errichten, in dem seine Tochter Margarete im 13. Jahrhundert rund 20 Jahre lebte. Die Margareteninsel (Margitsziget) ist ideal zum Joggen, Skaten oder für lange Spaziergänge zur Fuß mit oder ohne Fahrrad. Ebenfalls finden hier Open-Air-Konzerte und Events auf der Freilichtbühne statt. Ausserdem gibt es noch einpaar Cafés einen Minizoo, einen Rosengarten und das Palatinus-Bad. Für uns aber auch jede Menge Munzee ....

Wir haben bis jetzt viel gesehen und erlebt, haben uns auch teilweise nur treiben lassen. Natürlich haben wir uns immer eine Richtlinie gesetzt, was wir sehen wollen oder wohin es gehen soll, aber bei einer Stadterkundung führt der Weg meist auch wo anders hin als man gedacht hat. In dieser Stadt fühlen wir uns wohl, egal in welchem Stadtteil wir uns befinden oder wo uns der Weg hingeführt hat. Wir haben keine unfreundlichen Menschen erlebt, ob Einwohner oder andere Reisende. Wir haben uns in Budapest sehr sicher gefühlt. Menschenmassen haben wir gemieden. Wegen der Munzee-Jagd haben wir auch einpaar Außenbezirke besucht. Dank der 24 Stunden Fahrkarte ist es kein Problem.

Evakuierung in Budapest

Schon am Vortag haben wir uns gewundert, wir waren uns eigentlich sicher, in unserer Straße beim Hotel wird ein Film gedreht. Vor einem Haus wurden unzählige verschiedene technische Gegenstände und Kamerazubehör aufgebaut. Nur ein paar Schritte vor zur Donau und man sah ein altes Kriegsschiff. Vom Ufer aus konnte man ein weiteres Kamerateam sehen, welches auf das Schiff gerichtet war. Ich erinnere mich gut an meine Worte: "Siehste, die drehen hier einen alten Kriegsfilm." Fetzt wir mitten drin bei den Dreharbeiten. Schon etwas seltsamer war es dann, als wir zurückkamen und unsere Straße zum Hotel war gesperrt. Wir mussten uns einen anderen Weg suchen und schließlich hatten wir es geschafft. Der Hotelmanager eilte herbei und teilte uns in gebrochenem Deutsch mit, dass am nächsten Tag gegen 8:30 Uhr dieser Stadtteil evakuiert wird. Nix war mit Dreharbeiten zu einem Kriegsfilm. Es war eine weitere Realität eines tatsächlich stattgefundenen Krieges. Es wurde eine Weltkriegsbombe (schon wieder) in der Donau gefunden und sollte am nächsten Tag geborgen und entschärft werden. Ein bischen gestaunt haben wir dann doch, wie gut Deutsch dieser Mitarbeiter sprechen konnte. Er hat sich bestimmt immer halb tot gelacht, wenn wir uns mit unserem englisch-deutsch Mischmasch und mit Händen und Füßen verständlich gemacht haben. Wir haben uns also sehr frühzeitig auf den Weg gemacht und ein paar "Impressionen" zur Evakuierung konnten wir aufnehmen.


Unsere Planung, weit weg von der Entschärfung. So erreichten wir einen absoluten Publikumsmagneten – die große Markthalle (Központi Vásárcsarnok) mit ihren beiden Seitenschiffen und den Querkorridoren auf der oberen Etage, von denen aus man einen schönen Blick auf die Weiten der Markthalle hat. Zu kaufen gibt es hier alles, was das Herz begehrt: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch sowie Souvenirs. Dieser Besuch lohnt sich sehr früh, bevor die Markthalle mit Einheimischen und Touristen überfüllt ist. Diese überwältigende Vielfalt und der besondere Flair einer atemberaubenden Kulisse muss man gesehen, oder besser gespürt haben.

Unser nächstes Ziel an diesem Tage war das jüdische Viertel. Im jüdischen Viertel in Budapest befindet sich die große Synagoge. Für Touristen bietet die Synagoge in der Dohány utca eine einmalige Gelegenheit, um die Aspekte des jüdischen Glaubens kennen zu lernen und gleichzeitig die größte Synagoge Europas zu bestaunen. Allerdings haben wir diese Synagoge nur von außen bestaunt, da wir nicht ganz passend gekleidet für einen respektvollen Besuch waren.


Cipők a Duna-parton

Wir sind uns einig, diese Sehenswürdigkeiten, entlang des Donauufers  "Die Schuhe an der Donau" sind für uns sehr emotional. Es ist für uns ein sehr ergreifendes Mahnmal. Wir sehen viele große, kleine, kaputte Schuhe. Eine mahnende Erinnerung an die grausamen und hier massenhaft durchgeführten Hinrichtungen der bewaffneten Pfeilkreuzlern. Das Mahnmal wurde am 16. April 2005 eingeweiht, am offiziellen Holocaust-Gedenktag Ungarns. Es stellt eine unvergeßliche Erinnerung für die ungarischen Juden dar, die unschuldig erschossen und in die Donau geworfen wurden. Das Denkmal befindet sich auf der Pester Seite der Donau auf dem Abschnitt zwischen Kettenbrücke und Parlamentsgebäude und besteht aus 60 Paar Schuhen aus Gusseisen. Der Platz des Denkmals ist symbolisch. Diese Morde passierten entlang der Donau, besonders in der östlichen Seite der Margarethen-Insel. Ein Stück traurige Geschichte, an die auf eine aufreibende und ergreifende Art erinnert wird.

Natürlich haben wir uns die historische Altstadt von Pest angesehen und waren begeistert von den vielen alten Rekonstruktionen und erhaltenen Gebäuden. Mitten in der Pester Innenstadt, zwischen Vörösmarty Platz und zentraler Markthalle, führt die Váci utca entlang. Sie ist die längste Einkaufsmeile der Stadt Budapest und lädt, mit ihren vielen Geschäften, Boutiquen und Cafés zum verweilen und flanieren ein.

Schon am erst Tag unserer Ankunft haben wir in der Ferne das Budapester Eye entdeckt und uns gesagt, da müssen wir hin. Wenn schon nicht zum Golden Eye in London, dann "wenigstens" zum Budapester Eye. Das haben wir auch umgesetzt und erlebten einen atemberaubenden Blick auf den Erzsébet Téren und den Dächern von Budapest. Das Budapester Eye ist 65 Meter hoch und hat 42 Gondeln.

Auch eine Schifffahrt auf der Donau haben wir unternommen, allerdings uns sehr kurzfristig dazu entscheiden. Die Fahrt dauerte etwas über eine Stunde und so konnten wir auch die andere Seite der Margareteninsel von der Donau aus bewundern. Auf dem Schiff wurde auf deutsch und englisch die Geschichte  von " Buda" und "Pest" erzählt und wir erhielten weitere interessante Informationen über die wunderschönen Sehenswürdigkeiten am Ufer des Flusses.

Bei einem Spaziergang an der Donau auf der Buda Seite haben wir das Parlament bewundert und waren sehr beeindruckt. Wir können nur erahnen was für eine große Metropole Budapest in der Vergangenheit war und heute wieder ist. Ein paar Tage später haben wir dieses prunkvolle Gebäude auch von nahen gesehen. Den besten Panoramablick über die Donau auf die Pester Seite bekommt man von der romantischen Fischerbastei (Halászbástya) auf dem Burgberg. Die Fischerbastei ist ein besonders romantisches Bauwerk aus weißen Sandstein und sieht aus wie eine mittelalterliche Ritterburg, dort fand der Fischmarkt statt. In der Nähe befindet sich die Matthias-Kirche, diese  besteht ebenfalls aus strahlend weißen Sandstein mit bunten Dachziegeln die auf den ersten Blick beinahe etwas sonderbar wirken für eine Kirche. Leider konnten wir diese prachtvolle Kirche nicht von innen besichtigen.



Um auf den Burgberg zu gelangen, gibt es viele Möglichkeiten. Wir haben uns für den Castel Bus entschieden, da sich bei der Seilbahn eine riesen Schlange gebildet hat. Wir konnten an 7 Stationen Ein- und Aussteigen. Wir hatten das Glück Punkt 12:00 Uhr eine Wachablösung vor dem Sandor-Palast mitzuerleben. Dieser Palast wurde im Jahr 2002 restaurierte und wird als öffentliche Residenz des ungarischen Staatspräsidenten genutzt.

Die St. Stephans-Basilika im Stadtteil Pest ist die größte und prächtigste römisch-katholische Kirche der Stadt. Sie enthält die wertvollste Reliquie Ungarns. Die gesamte Basilika ist mit kunstvollen Gemälden, Glasmalereien und Skulpturen ausgestattet. Vor allem im Sommer wird die fantastische Akustik der Basilika ausgenutzt und Chorgesänge und Orgelkonzerte von Ungarns renommiertesten Organisten abgehalten.

Wir haben in der St. Stephans-Basilika unsere wichtigste Tradition unserer Familie fortgeführt. Wie in jeder Stadt die wir besuchen gehen wir in eine Kirche und zünden auch hier in Gedenken an unsere Lieben und  Verstorbenen eine Kerze an und verweilen in Achtsamkeit und im stillen Gebet.


Mit einem weinenden Auge nehmen wir Abschied von einer der schönsten Metropolen Europas. Wir hatten eine wundervolle Zeit in Budapest an die wir uns immer wieder gerne zurückerinnern werden. In dieser kurzen Zeit konnten wir nicht alle Sehenswürdigkeiten bewundern, aber vielleicht führt uns unser Weg noch einmal in die Hauptstadt von Ungarn. Sollte dies der Fall sein, werden wir ganz sicher wieder im Mozaik Invest Kft und Aranyszarvas Étterem einkehren. Wir haben doch versprochen Euch eine Empfehlung für eine Gaststätte zu geben, denn hier hat das Preis/Leisungsverhältnis gestimmt, trotz 10% Serviceaufschlag. Zum Abschluß genießt einen leckeren Unikum. „Das ist ein Unicum!“ sagte schon der  Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Joseph II., der auch Erzherzog von Österreich und König von Ungarn war. Egészségedre!

So schliesst sich der Kreis und wir stehen wieder mit gepackten Koffern und wundervollen Eindrücken wehmütig am Keleti pályaudvar und freuen uns trotzdem auf die Heimreise.  

Viszontlátásra!


1 Kommentar
Durchschnittliche Bewertung: 115.0/5


Susi
2018-10-18 11:08:43
Hallo mein Ralfi :)
Das Reisetagebuch ist wunderschön geschrieben. Deine Bilder sind wie immer der Hammer! :D
Auch das Video finde ich schön. Die musikalische Untermalung ist dir sehr gelungen und von den Eindrücken im Video selbst ganz zu schweigen.
Daumen hoch und weiter so! :)
Gera
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